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Wahl der Intraokularlinse

Während der Operation des Grauen Stars (Katarakt) wird die getrübte Augenlinse durch eine künstliche Intraokularlinse (IOL) ersetzt. Sie haben die Wahl zwischen einer zweckmäßigen Standardlinse (Monofokallinse oder „Ein-Stärke-Linsen“) und einer Premiumlinse mit Zusatzfunktion.

Die Intraokularlinse soll die Funktion der entfernten eigenen Linse ersetzen. Deshalb werden bereits vor der OP des Grauen Stars spezielle Messungen durchgeführt, um die Brechkraft der einzusetzenden Linse exakt zu bestimmen. Brillenträger haben oft dadurch den Vorteil, nach der Kataraktoperation auf starke Brillengläser verzichten zu können.

Tipp: Überlegen Sie, in welchen Entfernungen Sie im täglichen Leben scharf sehen wollen. Lesen Sie gerne Bücher? Sind Sie viel im Internet unterwegs oder trifft beides auf Sie zu? Entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Augenarzt, welche Intraokularlinse für Sie am besten geeignet ist.

Standardlinsen bzw. Monofokallinsen

Standardmäßig werden sogenannte Monofokallinsen („Ein-Stärke-Linsen“) eingesetzt. Auch mit einer Standardlinse erhalten Sie heutzutage eine sehr gute Qualitätslinse. Diese Linsen bieten Ihnen scharfes Sehen in einer Entfernung, meist in die Ferne. Damit Sie auch in der Nähe und im Zwischenbereich, dem Intermediärbereich, gut sehen können, werden Sie von Ihrem Augenarzt zusätzlich eine Nah- oder Gleitsichtbrille verordnet bekommen.

Premiumlinsen – Linsen mit individuellen Zusatzfunktionen

Die individuellere Lösung bietet eine Premiumlinse, die an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassbar ist.
Je nach medizinischen Voraussetzungen und persönlichen Wünschen sollten Sie sich nach eingehender ärztlicher Untersuchung und einer individuellen Beratung gemeinsam mit Ihrem Augenarzt für eine bestimmte Premiumlinse und Zusatzfunktion entscheiden.

Zusatzfunktionen bedeuten gleichzeitig Zusatznutzen. Ihre Vorteile: Besseres Sehen, ein besonderer Sehkomfort, mehr Unabhängigkeit und Freiheit. Kurzum: Eine verbesserte Lebensqualität.

Sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt über Ihre persönliche Lebenssituation, Wünsche und Bedürfnisse.

Torische Intraokularlinsen zur Korrektur der Hornhautverkrümmung

Linsen mit einer zylindrischen Zusatzfunktion, wie die AcrySof® IQ Toric Linse, ermöglichen es, bei einer Kataraktoperation neben der Behandlung des Grauen Stars gleichzeitig eine Korrektur von Hornhautverkrümmungen fast jeglicher Stärke durchzuführen. Damit können Sie nach der Operation in der Regel scharf in der Ferne sehen. Für andere Tätigkeiten im Nah- und Intermediärbereich wie Lesen oder Computerarbeit, ist oft auch weiterhin eine Lese- oder Gleitsichtbrille nötig.

Multifokallinsen für mehr Brillenunabhängigkeit

Multifokallinsen („Mehr-Stärke-Linsen“) ermöglichen Ihnen gutes Sehen in unterschiedlichen Entfernungen und korrigieren Kurz- und Weitsichtigkeit ebenso wie Alterssichtigkeit. Dies ermöglicht Ihnen eine hohe Unabhängigkeit von Gleitsicht- und Lesebrillen nach der Operation.

Außerdem projizieren multifokale Linsen mehrere Bilder auf Ihre Netzhaut (Retina). An diesen neuen Seheindruck müssen Sie sich möglicherweise erst gewöhnen. Daher kann sich Ihr Sehvermögen im Verlauf von ein paar Monaten noch stetig verbessern. Leichte Unschärfen können im Zwischenbereich von etwa 60 bis 80 cm (auch ‚PC-Bereich‘ genannt) auftreten. Es gibt auch verschiedene Linsentypen, die diesen Bereich mehr berücksichtigen, wie z. B. die AcrySof® IQ PanOptix® Intraokularlinsen.

Torische Multifokallinsen für weitgehende Brillenunabhängigkeit

Auch Patienten mit Hornhautverkrümmung können von den Vorteilen einer Multifokallinse profitieren, wenn eine torische Multifokallinse verwendet wird.

Diese Linsen korrigieren neben der Hornhautverkrümmung auch die Kurz- oder Weitsichtigkeit, sowie die Alterssichtigkeit, so dass auch Menschen mit Hornhautverkrümmung die Möglichkeit erhalten, sowohl in der Nähe als auch in die Ferne scharf zu sehen. Sie erhalten damit die Chance, ein brillenfreies Leben zu führen.

Bitte beachten Sie:

Die Implantation von Intraokularlinsen mit Zusatznutzen, wie z. B. torischen Linsen oder Multifokallinsen, wird von den Krankenkassen im Rahmen einer Kataraktoperation nur zu einem Teil erstattet. Der Patient zahlt den Differenzbetrag zwischen einfacher und höherwertiger Linse sowie den ärztlichen Mehraufwand für die individuelle Anpassung.

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